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Neuorganisation ärztlicher Notfalldienst im Kanton Zürich

Auf den 1. Januar 2018 tritt die Neuausrichtung der Notfalldienstorganisation im Kanton Zürich in Kraft. Was heisst dies für die Bevölkerung?

Während bisher der Kanton in verschiedene Notfalldienstregionen unterteilt war und die Vermittlung der ärztlichen Leistungserbringer über ganz unterschiedliche Rufnummer erfolgte, wird neu ab dem 1. Januar 2018 eine unter ärztlicher Leitung stehende einzige Triagestelle den Betrieb aufnehmen und den ärztlichen Notfalldienst für das ganze Kantonsgebiet abdecken. Dazu hat die kantonale Ärztegesellschaft mit der Gesundheitsdirektion eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen.

Die Triagestelle tritt unter dem Namen «Ärztefon» auf und ist für alle Kantonseinwohnerinnen und –einwohner über die Gratis-Telefonnummer 0800 33 66 55 rund um die Uhr erreichbar. Sie wird nicht nur ärztliche, sondern auch zahnärztliche und pharmazeutische Dienstleister vermitteln. Im Bedarfsfall vermittelt sie den Anrufenden zudem direkt an die Spitex oder die Spitäler oder alarmiert, wenn nötig, die Einsatzzentrale von Schutz und Rettung, deren direkte Anrufnummer (144) weiterhin separat betrieben wird.

Die neue Notfallnummer der kantonsweiten Triagestelle (Ärztefon) ist grundsätzlich zu unterscheiden vom Rettungsdienst mit der Notrufnummer 144. Die beiden Organisationen decken zwei verschiedene Bereiche ab: Der Rettungsdienst kommt dann zum Einsatz, wenn eine lebensbedrohliche Situation vorliegt und ein sofortiger Transport ins Spital nötig ist. Die neue ärztliche Triagestelle ist dagegen für dringende Fälle ausserhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten gedacht oder wenn auf keine medizinische Vertrauensperson zurückgegriffen werden kann.

Der ärztliche Notfalldienst ist für die Gemeinden nicht kostenlos; pro Einwohner sind Fr. 2.40 an diese neue Institution zu leisten; im Falle der Gemeinde Seuzach betragen die zusätzlichen Kosten Fr. 17'300 pro Jahr. Eine Ausgabe, die so bisher nicht angefallen ist.

GEMEINDEVERWALTUNG SEUZACH

Datum der Neuigkeit 1. Dez. 2017


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